Das Thema dieses Epos führt das jahrhundertealte Ideal der Loyalität zum Herrscher und der Vaterlandsliebe fort, das seit der Song-Dynastie besteht. Es preist Yue Fei und sein treues Heer — ihre Hingabe im Widerstand gegen Eindringlinge und im Schutz der Heimat — und geißelt unerbittlich den Verrat von Qin Hui und korrupter Minister, die aufgaben, ihr Land verkauften und die Gerechten verfolgten. Um eines einzigen Wortes willen — «Loyalität» — setzte Yue Fei Sieg oder Niederlage beiseite, warf sein eigenes Leben und seine Familie weg und begegnete dem Tod mit unerschütterlicher Entschlossenheit. Aus heutiger Sicht trägt diese standhafte Treue freilich auch viel «blinde Loyalität» — schade.
Die Autoren, Qian Cai und Jin Feng, meinten, historische Fiktion solle «das Wirkliche unwirklich und das Unwirkliche wirklich erscheinen lassen». Aus mündlichen Erzählungen, Oper und Legende schöpften sie glänzende Episoden — «Den kleinen König Liang durchbohren», «Die Tätowierung der Mutter von Yue Fei», «Gao Chong hebt den Kriegswagen», «Liang Hongyu schlägt die Trommel bei Jinshan», «Wang Zuo trennt sich den Arm ab» und «Niu Gao zerreißt den kaiserlichen Erlass».
Doch die Figur, die den tiefsten Eindruck hinterlässt, ist Niu Gao — gerade, schlicht, kühn und ungestüm, ein Held im Stile Li Kuis, der stets Unheil in Glück verwandelt. Diese unverwechselbare Figur ist von allen geliebt.
Kapitel 1 ist verfügbar; die übrigen Kapitel werden übersetzt.